HbbTV (Smart TV) – Informationen zu HbbTV

HbbTV (Smart TV) – Einführung, Informationen, Hintergrundwissen, Technik.

HbbTV® Informationen und Hintergrund

Immer öfter hört man die Abkürzung „HbbTV®. Doch was steckt genau hinter HbbTV®? HbbTV® ist die Abkürzung für Hybrid broadcast broadband TV. Die neuartige Technik könnte das Fernsehen der Zukunft revolutionieren und dem so genannten Hybrid-TV endlich zum Durchbruch verhelfen. Das multimediale Fernsehen der Zukunft könnte interaktiver werden indem man TV- beziehungsweise Rundfunkinhalte mit dem Internet verknüpft. Während man heutzutage die TV Informationen lediglich passiv konsumiert,  könnte man zukünftig diese TV Inhalte interaktiv erleben. Hier erfahren Sie alles was Sie zu HbbTV® wissen müssen. Was kann die neue Technik, was kostet diese und ab wann kann mit einem Start gerechnet werden?

HbbTV® ein Zukunftsmodell? Beispielhafte Darstellung eines möglichen Szenarios.

Wie kann man sich HbbTV® im Alltag vorstellen? Heutzutage werden teilweise bereits zusätzliche Informationen zu bestimmten TV-Sendungen per Videotext bereitgestellt. Die Darstellungsmöglichkeiten per Videotext sind jedoch sehr begrenzt, da beispielsweise keine Grafiken und Bilder dargestellt werden können. Zukünftig könnten diese zusätzlichen Inhalte optisch ansprechender und interaktiver präsentiert werden. Der Nutzer soll künftig mit einem Druck auf den „Red Button“ (roter Knopf) Zugriff auf internetbasierte Angebote erhalten.

Sie schauen sich beispielsweise eine Reisesendung an und sind von dem vorgestellten Reiseziel begeistert. Jetzt könnten Sie sich per Knopfdruck zusätzliche detailliere und hochauflösende Informationen zu dem Reiseziel anzeigen zu lassen. Denkbar wäre auch, dass man gleichzeitig ein passendes Buchungsangebot angezeigt bekommt. Das sind nur einige der möglichen Szenarien. Weitere Informationen zu HbbTV® werden kontinuierlich aktualisiert.

IFA 2012: Bereits 2,8 Millionen HbbTV-Geräte verkauft

Drei Jahre nach dem Start gibt es in Deutschland bereits 2,8 Millionen verkaufte Hybrid-TV-Geräte, die den HbbTV® -Standard (Hybrid Broadcast Broadband TV= beherrschen. Das sagte Jürgen Sewczyk, Leiter der Arbeitsgruppe Smart-TV in der Deutschen TV-Plattform, auf der IFA 2012 in Berlin. Laut der GfK Retail & Technology seien bis Jahresmitte insgesamt elf Millionen internetfähige Fernseher und Set-Top-Boxen abgesetzt worden. Mehr als jedes zweite im ersten Halbjahr verkaufte Hybrid-Gerät sei HbbTV-fähig, sagte Sewczyk. (Quelle: Sattelifax / Deutsche TV-Plattform e.V.)

HbbTV© Angebot von “heute-journal plus”

Das Magazin “heute-journal” wächst weiter mit dem Internet zusammen. Das “heute-journal plus” bietet via HbbTV® Hintergrundinformationen, Bilder sowie Einblicke in die Arbeit der Macher. Das HbbTV-Angebot ist ein Projekt des ZDF-Nachrichtenmagazins mit der ZDF-Redaktion Neue Medien.

Per HbbTV® werden Fragen beantworte wie beispielsweis: Wie bereitet sich Marietta Slomka auf ein Gespräch vor? Gibt es weitere Tipps zur Geldanlage in der Finanzkrise? Wie funktioniert das virtuelle ZDF Studio? Kann man seine eigene Meinung zur Sendung sagen? Alle Fragen der ZDF Zuschauer, die nicht in 30 minütige Sendung passen. Das “heute-journal plus” nimmt sich Zeit für die Antworten. Die Hintergründe und Zusatzinformationen stellen die Redakteure des ZDF “heute-journals” bereits vor 21.45 Uhr und nach Ende der Sendung ein. Die Nutzer können jederzeit einschalten. Entweder zeitversetzt im Internet oder mit Einschränkungen live im HbbTV©.

Unter den Symbolen “Video”, “Internetlink”, “Erklärgrafik”, “Soziale Netzwerke” und “Schlüsselloch” sortiert die Redaktion zu jedem Element der Sendung ergänzende Informationen. Sobald diese relevant werden, blinkt das entsprechende Symbol während der Sendung kurz auf. Der Zuschauer kann, mittels Fernbedienung entscheiden, ob er sich von der Sendung losreißen und detailliertere Infos zu einem Thema erfahren möchte, oder ob er weiter dem Verlauf des regulären “heute-journals” folgt.
Quelle: Satellifax.

HbbTV® – Die Standards zu dem interaktiven TV

HbbTV® steht als Abkürzung für Hybrid Broadcast Broadband TV. Netzbetreiber, Rundfunk- bzw. TV-Anbieter sowie die Gerätehersteller wollen mit dem Standard dem interaktiven Fernsehen zum Durchbruch verhelfen. Das Konzept verbindet das klassische digitale TV Programm mit einem Rückkanal und Informationen aus dem Internet. Das Format wurde von europäischen Herstellern und Anbietern entwickelt, um die Verbreitung von Nachrichten-, Informations- und Unterhaltungsangeboten für Konsumenten über TV Programm und Internet zu vereinheitlichen. Zum Einsatz kommen Standards und Internet-Technologien des Open IPTV Forums (OIPF), der Consumer Electronic Association (CEA), der Digital Video Broadcasting Association (VDB) und des World Wide Web Consortium (W3C). Im Sommer hatte 2010 hatte das Konsortium die Spezifikation 1.1.1 durch das Gremium European Telecommunications Standard Institut (ETSI) verabschiedet.

HbbTV® – Informationen über HbbTV

HbbTV® will den bisherigen klassischen Videotext ablösen.
Der klassische Videotext ist 30 Jahre alt geworden und erfreut sich bei Millionen von Zuschauern immer noch größter Beliebtheit. Daher arbeiten Gerätehersteller und TV-Sender mit Hochdruck an seinem interaktiven Nachfolger.
HbbTV® (Hybrid Broadcast Broadband TV) heißt die neue Wunderwaffe, die zukünftig die Nachteile des klassischen Videotextes ausgleichen soll. Auf der Internationalen Funkausstellung 2010 (IFA) in Berlin war die Technik eines der beherrschenden Themen in den Messehallen. Neben ARD, ZDF und Arte präsentierten die Privatsender RTL, ProSiebenSat1 und das Pay-TV Angebot „Kabelkiosk“ von Eutelsat die entsprechende Dienste.

Zahlreiche Zusatzangebote durch HbbTV®
Das Konzept von HbbTV® ist denkbar einfach. Ein Druck auf den roten Knopf der Fernbedienung reicht aus, um Zusatzangebote wie Nachrichten, Kochrezepte, Wetterinformationenoder Detailinformationen zu der laufenden Sendung auf den Bildschirm zu holen. Weiterhin haben die Anwender die Möglichkeit, auf die Mediatheken der TV-Sender zuzugreifen und somit zum Beispiel verpasste Sendungen noch einmal anzuschauen.
Für HbbTV® benötigt man eine spezielle Settop-Box, die das digitale TV-Signal und das Internet vereint.  Bislang ist das Hardware Angebot jedoch sehr gering. Einer der wenigen Receiver Hersteller ist Videoweb, der mit dem 600S bereits ein geeignetes Gerät anbietet. Weitere Hersteller sind Inverto („Volksbox“), Smart Electronic und Humax. Hier finden Sie eine Übersicht über HbbTV® Receiver und Hersteller. Aktuell ist HbbTV® nur über Satellit zu nutzen, da es bislang ausschließlich HbbTV® fähige Receiver für Satellit gibt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es zukünftig auch HbbTV® fähige Receiver für Kabel oder Antenne geben wird.

MHP als Vorgänger von HbbTV®
Das HbbTV® (HbbTV ist eine eingetragene Marke) Projekt ist nicht der erste Versuch digitale Zusatzdienste für den Fernseher einzuführen. Vor knapp zehn Jahren wurde der Multimedia Home Platform (MHP) Standard vorgestellt, der in den 90er Jahren in Deutschland entwickelt worden war. Das Projekt wurde jedoch nie richtig umgesetzt und die meisten MHP-Projekte sind inzwischen wieder eingestellt.

Zukunftsperspektive für HbbTV®
Welche Chancen hat HbbTV®? Was muss passieren, damit sich HbbTV® ernsthaft gegen den Videotext durchsetzen kann? Die Hauptvoraussetzung hierfür ist, dass die Anzahl der HbbTV® fähigen Receiver bzw. Fernseher stark zunimmt. Weiterhin sollten die Receiver möglichst drahtlos per W-LAN funktionieren, da ein Großteil der User nicht bereit sind ein LAN-Kabel zum Fernseher zu legen.  Die Kosten für den HbbTV® Einstieg dürfen natürlich auch nicht zu hoch ausfallen.

Öffentlich rechtliche Sender starten HbbTV® via DVB-T

Das ZDF und der Bayerische Rundfunk (BR) wollen zum Start der Münchener Medientage (13. Bis 15. Oktober 2010)  mit der Ausstrahlung von  HbbTV® über DVB-T beginnen. Der Fernsehzuschauer kann somit zukünftig per Knopfdruck (roter Knopf auf der Fernbedienung, „Red-Button“) zwischen den TV Inhalten und den per HbbTV® gesendeten Internetinhalten umschalten. Bislang war es nur per Satellit (DVB-S) möglich HbbTV® Inhalte zu empfangen.

Die zusätzlichen Datenströme die für die HbbTV®-Dienste benötigt werden, werden zusätzlich in den DVB-T Signalen eingefügt. Bundesweit erfolgt die Einspeisung für das ZDF und bayernweit für die Programme Das Erste, Arte, BR-alpha, Bayerisches Fernsehen, Phoenix und EinsPlus. Zusätzlich im Sendegebiet von Franken für MDR Thüringen und hr-Fernsehen sowie im Sendegebiet von Südbayern für EinsExtra und SWR Fernsehen.

“Um die Angebote bei HbbTV, wie beispielsweise den Zugriff auf verpasste Sendungen in den Mediatheken, elektronische Programmführer mit Vorschautrailern und verbesserte Teletextangebote für Programme über Antenne nutzen zu können, benötigen Zuschauer eine DVB-T-Set-top-Box oder einen integrierten DVB-T-Fernsehempfänger mit HbbTV-Funktion sowie einen Internetanschluss. Allerdings sind die bisherigen für HbbTV erhältlichen Geräte nur für den Satellitenempfang geeignet weswegen das via DVB-T angebotene HbbTV zunächst einmal weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit versendet wird. Erste DVB-T-Fernsehgeräte mit der HbbTV-Technik sollen nach Angaben des Instituts für Rundfunktechnik voraussichtlich bis Ende des Jahres im Markt erhältlich sein.” (Quelle: areadvd.de)

Yavido setzt auf HbbTV®

Yavido setzt auf HbbTV

Quelle: Yavido

Der Musik-Fernsehsender Yavido hat mit Sony den ersten Conten-Partner für den neuen Vertriebskanal HbbTV® gewonnen. HbbTV® ist der neue Standard, der die Lücke zwischen TV und Internet schließen soll.

Sony präsentiert die Inhalte aus seinem Musicbox-Portal (nach eigenen Angaben über 500.000 Einzelstücke) auf einer eigenen Microsite, die aus dem laufenden Programm von Yavido mittels der HbbTV-Funktionalität aufgerufen werden kann.

Eutelsat Kabelkiosk zeigt HbbTV® Showcase auf der IFA 2010

Kabelkiosk von Eutelsat präsentiert auf der IFA 2010 in Berlin (Halle 8.1) einen HbbTV® Showcase der erweiterten Applikation “Kabelkiosk interaktiv”. Mit dem Angebot von “Kabelkiosk interaktiv”, dass auf den HbbTV® Standard ausbaut, soll zukünftig das Fernsehen mit dem Internet verknüpft werden. Sollten die Endgeräte vorliegen, plant Eutelsat noch im Jahr 2010 mit der Einführung von HbbTV® im deuschen Kabelmarkt. Noch sind allerdings kaum HbbTV® fähige Receiver und Fernseher im Handel zu finden.

HbbTV® bietet den Zuschauern einen deutlichen Merhwert, da zusätzliche Inhalte zum laufenden TV Programm bereitgestellt werden können. So ermöglichen Red Button-Dienste den einfachen und intuitiven Einstieg in das Portal. Zusätzlich zu On Demand-Diensten oder Web-Shop Funktionalitäten eröffnet “KabelKiosk interaktiv” kooperierenden Netzbetreibern vielfältige Möglichkeiten, unter anderem für Telemediendienste. (Quelle: Pressebox.de)